Gnarf.

Ich verwies bereits mehrfach darauf, dass mir übermäßige Planung vor dem eigentlichen Schreiben stinkt. Mir ist bewusst, dass das eine schlechte Eigenart ist, die mir irgendwann gehörig Ärger bereitet. Irgendwann ist heute.

Cubuyata (Arbeitstitel), mein Roman, ist in der Erstfassung zu knapp einem Viertel fertig. Drei große Fraktionen erzeugen die Dynamik der Geschichte: Die konservativen Mächtigen, die friedlichen Erneuerer und die gewaltbereiten Revolutionäre. Die Erzählung steht unter der permanenten Gefahr, dass die Revolutionäre die Oberhand über die friedlichen Reformern gewinnen und damit statt einer politischen Evolution ein Bürgerkrieg ausbricht. Beide Gruppen erdachte ich als voneinander relativ unabhängig. Blöde Idee. Aus dramaturgischen Gründen sind die Revolutionäre natürlich eine Splittergruppe der friedlichen Reformer, die an einen friedlichen Erfolg nicht mehr glauben. Macht Spaß, das in den gefühlt drei Milliarden Zeilen Dialog anzupassen.

Ehrlicherweise hoffe ich inständig, dass mir das noch häufiger passiert. Wahrscheinlich lege ich nur durch echte Schmerzen schlechte Eigenarten ab.

Anmerkungen